Das Lahn Marmor-Museum
„Gewoben aus Stein“, Textil und Marmor – eine außergewöhnliche Ausstellung
Harter Lahnmarmor und weiches Textil, „Gewoben aus Stein“ – ein unauflösbarer Gegensatz? Nicht, wenn sich eine international tätige Textildesignerin von den Farben und Formen des Gesteins im Unica-Bruch faszinieren lässt und beschließt, diese Gegensätze in einem Werk zu vereinen. Francesca Müller, mit Limburger Wurzeln, ließ einen wandhohen Gobelin weben, der in dieser Saison zusammen mit kleineren Stücken im Lahn-Marmor-Museum zu bewundern ist.
Die außergewöhnliche Begegnung lässt die Grenzen zwischen Materie und Wahrnehmung verschwimmen. Neben dem Wandteppich befindet sich eine große Platte aus Unica, ein eindrucksvoller Illusionseffekt, der das Auge täuscht und provoziert. Die Farben des Steins werden ergänzt durch Flechtenstrukturen, die Francesca Müller mit Hilfe von KI entstehen ließ.
Die Ausstellung ist, ebenso wie die Sonderausstellung „Lahnmarmor im 19. Jh. - Aufbruch in die Moderne“ im Museumseintritt enthalten.
Am Sonntag, 31. Mai 2026 ist die Künstlerin zu einem Vortrag anwesend, sie wird über die Idee, den Entstehungsprozess und die Arbeit mit KI berichten.
Foto: Francesca Müller
„Gewoben aus Stein“, Textil und Marmor – eine außergewöhnliche Ausstellung
Harter Lahnmarmor und weiches Textil, „Gewoben aus Stein“ – ein unauflösbarer Gegensatz? Nicht, wenn sich eine international tätige Textildesignerin von den Farben und Formen des Gesteins im Unica-Bruch faszinieren lässt und beschließt, diese Gegensätze in einem Werk zu vereinen. Francesca Müller, mit Limburger Wurzeln, ließ einen wandhohen Gobelin weben, der in dieser Saison zusammen mit kleineren Stücken im Lahn-Marmor-Museum zu bewundern ist. Die außergewöhnliche Begegnung lässt die Grenzen zwischen Materie und Wahrnehmung verschwimmen. Neben dem Wandteppich befindet sich eine große Platte aus Unica, ein eindrucksvoller Illusionseffekt, der das Auge täuscht und provoziert. Die Farben des Steins werden ergänzt durch Flechtenstrukturen, die Francesca Müller mit Hilfe von KI entstehen ließ. Die Ausstellung ist, ebenso wie die Sonderausstellung „Lahnmarmor im 19. Jh. - Aufbruch in die Moderne“ im Museumseintritt enthalten. Am Sonntag, 31. Mai 2026 ist die Künstlerin zu einem Vortrag anwesend, sie wird über die Idee, den Entstehungsprozess und die Arbeit mit KI berichten.
Lahn-Marmor-Museum auf der Suche nach den Spuren des Marmorabbaus
Unser Museum befasst sich aktuell mit der weiteren Erforschung der Geschichte des Marmorabbaus, der nach heutigen Erkenntnissen Ende des 16. Jahrhunderts aufgenommen wurde und in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sein Ende fand. Der Lahnmarmor prägte in dieser Zeit die heimische Wirtschaft. In nahezu jeder Familie an der Lahn zwischen Wetzlar und Balduinstein gab es mindestens eine Person, die in der Marmorwirtschaft tätig war. Gesucht werden Berichte, Dokumente, Fotos und Abbildungen vom Marmorabbau, seiner Verarbeitung, vom Transport des Marmors, aber auch von Brucharbeitern, Steinmetzen und Kunden. Rudolf Conrads, einer der Initiatoren für das heutige Museum, lädt die in der Lahnregion ansässigen Bewohner dazu ein, in ihren eigenen Unterlagen nach Dokumenten und Fotos über den Marmorabbau zu suchen. Conrads erklärt hierzu: "Wir haben in unserem Museum in den letzten 3 Jahrzehnten eine beachtliche Sammlung zum Lahnmarmor und der Marmorverarbeitung in der Region aufgebaut. Diese Sammlung wollen wir weiter vervollständigen. Wir suchen insbesondere Dokumente und Fotos von den einzelnen Villmarer Abbaustätten. Wir haben beispielsweise kein Foto vom Derrickkran im Unica-Bruch. Für den Fall, dass sich jemand von Originalen nicht trennen möchte, wären wir auch für Kopien sehr dankbar." Wer dem Museum etwas aus seinen privaten Beständen zur Verfügung stellen möchte, möge sich bitte wenden an Rudolf Conrads: Mail:
Sonderausstellung 2026: "Lahnmarmor im 19. Jahrhundert - Aufbruch in die Moderne"
Die diesjährige Sonderausstellung des Lahn-Marmor-Museums "Lahnmarmor im 19. Jahrhundert - Aufbruch in die Moderne" beschäftigt sich mit der Verwendung des schönen Werksteins vom Ende des 18. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf vielen Infotafeln werden Gebäude mit Abbildungen und Erläuterungen vorgestellt, in denen der Lahnmarmor als Dekorstein verwendet wurde. Hierzu gehören u.a. das Rijksmuseum in Amsterdam, die Burg Hohenzollern im Zollernalbkreis, der Berliner Dom, die Russische Kapelle auf dem Neroberg in Wiesbaden, die Kurhäuser von Wiesbaden, Bad Schwalbach und Bad Ems sowie der Brunnen auf dem Villmarer Brunnenplatz.
Saison-Ende
Die Museumssaison endet am Sonntag, 26. Oktober 2025.
Führungen sind weiterhin jederzeit buchbar.
Ein Höhepunkt zum Schluss sind am 26. Oktober die beiden Veranstaltungen zur ehemaligen Urzeithöhle Wildscheuer und den Funden dort.
Dann haben Sie auch noch die Gelegenheit, schon an Geschenke zu Weihnachten zu denken! Unser kleiner, aber feiner Museumsshop bietet Ihnen Künstlerisches aus Lahnmarmor, schönen Schmuck aus aller Welt, Fossilien, Bücher und Broschüren, Puzzles, die Sie nur bei uns bekommen, und einiges mehr.
Das Museum schließt zwar, aber wir arbeiten weiter im Hintergrund für Sie, bereiten eine neue Sonderausstellung vor, planen die nächste Saison, schaffen Neues und kümmern uns um Altes - und freuen uns auf die Wiedereröffnung am Samstag, den 28. März 2026. Übrigens: dann feiert unser Lahn-Marmor-Museum 10jähriges Jubiläum am heutigen Standort!
Winterpause und Überarbeitung der Internetseite
Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite,
das Lahn-Marmor-Museum ist zurzeit in der Winterpause. Wir nutzen diese Zeit für notwendige Arbeiten. So bereiten wir eine neue Sonderausstellung vor, planen die nächste Saison, schaffen Neues und kümmern uns um Altes - und freuen uns auf die Wiedereröffnung am Samstag, den 28. März 2026. Übrigens: 2026 feiert unser Lahn-Marmor-Museum 10jähriges Jubiläum am heutigen Standort!
Führungen und Vorträge sind auch in der Winterpause möglich. Interessenten mögen sich per Mail bei uns melden:
Vielen Dank!
Aus Villmar an der Lahn grüßt Sie Ihr
Lahn-Marmor-Museum
Virtuelle Rundgänge durch das Lahn-Marmor-Museum und Museen der Industriekultur-Mittelhessen
In Zusammenarbeit mit der Industriekultur-Mittelhessen entstand ein virtueller Rundgang durch das Lahn-Marmor-Museum. Schauen sie doch einfach mal rein.
Und wenn Sie weitere Museen der Industriekultur-Mittelhessen virtuell besuchen wollen, klicken Sie hier: Industriekultur-Mittelhessen.
Lahn-Marmor-Route und Lahn-Marmor-Weg
Eine digitale Begleitung für Wanderer und Radfahrer an Lahn und Kerkerbach:
Die Lahn-Marmor-Route von Wetzlar nach Balduinstein erschließt zum einen die landschaftlichen Reize an Lahn und Kerkerbach und zum anderen viele Stationen, die einen Bezug zum Lahnmarmor haben.
Die zahlreichen Stationen des Villmarer Lahn-Marmor-Weges vermitteln einen Einblick in die Entstehungsgeschichte, den Abbau, die Verarbeitung und die Ästhetik dieses außergewöhnlichen Werksteins.
Der UNICA-Bruch ist das Geotop des Monats Mai 2022 und kann nun auch digital in 3D besucht werden!
Geowissenschaftler der Universitäten Bonn und Aachen haben den UNICA-Bruch in Villmar dreidimensional vermessen. Hintergrund ist das 175-jährige Bestehen der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) im Jahr 2023. „Wir hatten die Idee, bedeutende Geotope Deutschlands dreidimensional zu dokumentieren, um auf diese Weise auf die geologische Vielfalt Deutschlands aufmerksam zu machen. Außerdem können wir damit auch zeigen, welche modernen Methoden heute in den Geowissenschaften zum Einsatz kommen“ erläutert Edouard Grigowski, der Spiritus Rector des Jubiläumsprojektes. Die DGGV ist eine der ältesten naturwissenschaftlichen Vereinigungen Europas. Das Jubiläum ist Anlass für das Projekt 30 Geotope³. www.digitalgeology.de
Schupbach entdeckt seine Marmorbrüche wieder
Über 400 Jahre wurde an der Lahn zwischen Wetzlar und Katzenelnbogen der farbige Lahnmarmor gewonnen. Ein Zentrum war die Region um Schupbach. Hier wurde der schöne Werkstein schon Ende des 16. Jahrhunderts abgebaut, bearbeitet, vor Ort verwendet und später auch in alle Welt exportiert. Der Marmor von der Lahn war für Schupbach eine lange Zeit der zentrale Wirtschaftsfaktor. Der Abbau wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eingestellt. Die Marmorbrüche gerieten in Vergessenheit und waren zeitweise nur noch Insidern bekannt.
Partnermuseen
MUSÈE DU MARBRE - RANCE/BELGIEN
Anlässlich des Lahn-Marmor-Tages am 27. Oktober 2019 erhielt unser Museum einen Überraschungsbesuch. Florence Peltier, Direktorin und Kuratorin des Marmormuseums in Rance/Belgien, besuchte zusammen mit ihrem Ehemann das Lahn-Marmor-Museum. Als Geschenk brachte uns der Gast belgischen Marmor aus der Region Rance mit.
Betriebs- und Vereinsausflüge
Für Vereine bietet sich ein Besuch im Museum im Rahmen von Vereinsausflügen an. Auch für Betriebsausflüge ist das Museum ein interessantes Ziel. Das Museum hält viele Überraschungen bereit. Wie kann es sein, dass vor 380 Mio. Jahren die Lahnregion am Äquator lag und dort Riffe in einem warmen Meer entstanden? Wann wurde der Lahnmarmor entdeckt? Wie lang wurde er abgebaut? Wo ist er überall verwendet worden?
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