Aktuelles

  • „Gewoben aus Stein“, Textil und Marmor – eine außergewöhnliche Ausstellung

    Harter Lahnmarmor und weiches Textil, „Gewoben aus Stein“ – ein unauflösbarer Gegensatz? Nicht, wenn sich eine international tätige Textildesignerin von den Farben und Formen des Gesteins im Unica-Bruch faszinieren lässt und beschließt, diese Gegensätze in einem Werk zu vereinen. Francesca Müller, mit Limburger Wurzeln, ließ einen wandhohen Gobelin weben, der in dieser Saison zusammen mit kleineren Stücken im Lahn-Marmor-Museum zu bewundern ist. Die außergewöhnliche Begegnung lässt die Grenzen zwischen Materie und Wahrnehmung verschwimmen. Neben dem Wandteppich befindet sich eine große Platte aus Unica, ein eindrucksvoller Illusionseffekt, der das Auge täuscht und provoziert. Die Farben des Steins werden ergänzt durch Flechtenstrukturen, die Francesca Müller mit Hilfe von KI entstehen ließ. Die Ausstellung ist, ebenso wie die Sonderausstellung „Lahnmarmor im 19. Jh. - Aufbruch in die Moderne“ im Museumseintritt enthalten. Am Sonntag, 31. Mai 2026 ist die Künstlerin zu einem Vortrag anwesend, sie wird über die Idee, den Entstehungsprozess und die Arbeit mit KI berichten.

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  • Lahn-Marmor-Museum auf der Suche nach den Spuren des Marmorabbaus

    Unser Museum befasst sich aktuell mit der weiteren Erforschung der Geschichte des Marmorabbaus, der nach heutigen Erkenntnissen Ende des 16. Jahrhunderts aufgenommen wurde und in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sein Ende fand. Der Lahnmarmor prägte in dieser Zeit die heimische Wirtschaft. In nahezu jeder Familie an der Lahn zwischen Wetzlar und Balduinstein gab es mindestens eine Person, die in der Marmorwirtschaft tätig war. Gesucht werden Berichte, Dokumente, Fotos und Abbildungen vom Marmorabbau, seiner Verarbeitung, vom Transport des Marmors, aber auch von Brucharbeitern, Steinmetzen und Kunden. Rudolf Conrads, einer der Initiatoren für das heutige Museum, lädt die in der Lahnregion ansässigen Bewohner dazu ein, in ihren eigenen Unterlagen nach Dokumenten und Fotos über den Marmorabbau zu suchen. Conrads erklärt hierzu: "Wir haben in unserem Museum in den letzten 3 Jahrzehnten eine beachtliche Sammlung zum Lahnmarmor und der Marmorverarbeitung in der Region aufgebaut. Diese Sammlung wollen wir weiter vervollständigen. Wir suchen insbesondere Dokumente und Fotos von den einzelnen Villmarer Abbaustätten. Wir haben beispielsweise kein Foto vom Derrickkran im Unica-Bruch. Für den Fall, dass sich jemand von Originalen nicht trennen möchte, wären wir auch für Kopien sehr dankbar." Wer dem Museum etwas aus seinen privaten Beständen zur Verfügung stellen möchte, möge sich bitte wenden an Rudolf Conrads: Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Tel. 0173 7030066 oder die Archivarin des Museums Angelika Meuser: Tel. 0174 4847471.

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  • Sonderausstellung: "Lahnmarmor im 19. Jahrhundert - Aufbruch in die Moderne" - Eröffnung am Samstag, dem 28. März 2026

    Die diesjährige Sonderausstellung des Lahn-Marmor-Museums "Lahnmarmor im 19. Jahrhundert - Aufbruch in die Moderne" beschäftigt sich mit der Verwendung des schönen Werksteins vom Ende des 18. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf vielen Infotafeln werden Gebäude mit Abbildungen und Erläuterungen vorgestellt, in denen der Lahnmarmor als Dekorstein verwendet wurde. Hierzu gehören u.a. das Rijksmuseum in Amsterdam, die Burg Hohenzollern im Zollernalbkreis, der Berliner Dom, die Russische Kapelle auf dem Neroberg in Wiesbaden, die Kurhäuser von Wiesbaden, Bad Schwalbach und Bad Ems sowie der Brunnen auf dem Villmarer Brunnenplatz. 

     

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