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Lahnmarmor Entstehung Unica Bruch Korallen LMM1

Mit vielen Interessiertenwurde wurde die Ausstellung in Anwesenheit von Mitgliedern der Familie Leonhard eröffnet. Die Ausstellung stieß auf große Resonanz und ist noch bis 30. Juni 2018 zu besichtigen. Es empfiehlt sich, eine Führung zu buchen, da viele Exponante erst durch die näheren Erläuterungen zum Leben gebracht werden. So findet sich in der Ausstellung ein Manuskript des einfachen Soldaten und begnadeten Steinmetzen Johann Peter Leonhard aus der Mitte des 19. Jahrhunderts über "Die Deserteure"...

Mehr als ein Vierteljahrtausend bearbeiteten Mitglieder der aus Runkel an der Lahn stammenden Familie Leonhard den Lahnmarmor und andere Werksteinarten. Ausgangsort der Familientradition als Marmorierer, Steinmetze und Bildhauer war Villmar an der Lahn, wo Familienmitglieder noch bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts dem Steinmetzhandwerk nachgingen. Ein Zweig der Familie Leonhard verlegte seine Werkstätten an der Rhein und ging dort der Steinbearbeitung nach. Stationen waren Biebrich, Eltville und Bingen. Ein Familienmitglied wanderte in die USA aus. Ein weiterer Zweig betätigte sich in Berlin. Anfang des Jahrtausends wurde die Leonardsche Werkstätte in Eltville auf einen Nachfolger außerhalb der Familie übertragen. Damit endete die Steinmetz- und Bildhauertradition der Familie Leonhard.

Über acht Generationen widmeten mindestens 25 Mitglieder der Familie ihr Leben der Steinbearbeitung und schmückten mit ihrer Arbeit viele sakrale und profane Bauten, die wir - soweit sie erhalten sind - heute als schöne Gebäude bewundern können. Die meisten davon stehen unter Denkmalschutz. Ein weiterer Schwerpunkt der Leonhards lag in der Fertigung von Grabsteinen für den einfachen Bürger bis hin zum Hoch- und Geldadel.

Die Ausstellung zeigt den Verlauf der Familiengeschichte im Kontext der Entwicklung des gesellschaftlichen Umfeldes. Weiterhin werden die wichtigsten Arbeiten der Leonhards vorgestellt. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den originalen Skizzen und Ausführungsplänen der Leonhardschen Werkstätten in Villmar, Biebrich, Eltville, Bingen und den USA von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hinzu kommen Geschäftspapiere und persönliche Korrespondenz, die das Leben der Leonhards widerspiegeln. Von besonderem Interesse sind die Aufzeichnungen des Johann Peter Leonhards aus seiner Militärzeit in der Nassauischen Armee zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Diese Ausstellung gründet sich auf den umfangreichen Forschungsergebnissen der Villmarer Heimatforscherin Lydia Aumüller, den Objekten, Skizzen, Briefen, Manuskripten und Bildern, die Dr. Wilhelm Lendle (Bad Soden), Rainer Leonhardt (Berlin) und Robert Frank Schmidt (Eltville) zur Verfügung gestellt haben. Diese Unterlagen wurden gesichtet und aufgearbeitet durch Rudolf Conrads, Dr. Bernold Feuerstein, Sibylle Kahnt und Willi Wabel. Ihnen gilt unser Dank dafür, dass sie diese Ausstellung möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt dem Arbeitskreis Museum des Lahn-Marmor-Museum e.V. für die Erstellung der Ausstellungsinfrastruktur.

Öffnungszeiten

Das Lahn-Marmor-Museum ist zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet:

Dienstag - Freitag                jeweils  14 - 17 Uhr
Samstag - Sonntag              jeweils  10 - 17 Uhr
an gesetzlichen Feiertagen  jeweils  10 - 17 Uhr

von März bis Oktober

 

Eintrittspreise

4,50 € Erwachsene

3,50 € Schüler, Studenten, Behinderte ermäßigt

10,00 € Familie (max. 2 Erwachsene, bis zu 2 Kindern)

Kinder unter 7 Jahre Eintritt frei

 

Führungen

ganzjährig nach Vereinbarung (max. 25 Personen)

35,00 € Führung durch das Museum, zzgl. Eintrittspreis

35,00 € Führung durch das Nationale Geotop "Unica-Bruch", Eintritt frei

55,00 € Führung durch das Museum und den "Unica-Bruch", zzgl. Eintrittspreis

für Schulklassen kostenlos (nur Eintrittspreis)

 

Spezielle Angebote

für Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen auf Anfrage


Termine für Führungen vereinbaren Sie bitte telefonisch zu den Öffnungszeiten des Museums oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Barrierefreiheit

Das Museum ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eigenständig über den Haupteingang zu erreichen. Separat ausgewiesene Parkplätze stehen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Zugänglich für Rollstuhlfahrer sind auch das das obere Stockwerk des Museums durch einen entsrepchenden Lift. Der Unica-Bruch ist in einer natürlichen Umgebung belassen, aber die Wege in den Bruch sind für Rollstuhlfahrer nutzbar. Wir beraten Sie gerne vor Ihrem Besuch.

Fotografieren

Das Fotografieren im Lahn-Marmor-Museum ist für rein private Zwecke erlaubt . Bei Fotoaufnahmen für jede Form von Publikation in Printmedien, Webseiten, Blogs und Social Media Sites (Facebook, Twitter & Co) informieren Sie bitte das Lahn-Marmor-Museum , sprechen Sie mit unseren MitarbeiterInnen im Museum und klären Sie die geplante Nutzung vor den Aufnahmen. Eine kommerzielle Nutzung entsprechender Foto- und Filmaufnahmen ist ohne vorherige Vereinbarung nicht gestattet.

Lahn-Marmor Museum

Oberau 4

DE 65606 Villmar

 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

+49 6482 - 60 75 588 (nur während der Öffnungszeiten besetzt)

Anreise mit dem Fahrrad

Das Museum liegt am Lahnradweg R 7, der seinen Beginn an der Lahnquelle im Rothaargebirge hat und in Lahnstein am Rhein endet. Im Bereich von Wetzlar nach Balduinstein ist der Radweg gleichzeitig als Marmorroute ausgewiesen. Siehe hierzu den entsprechenden Menüpunkt.

Wanderer

Auch für Wanderer ist das Museum gut zu erreichen, denn es liegt direkt am rechten Lahnufer unweit des Lahnhöhenweges (Westerwaldseite) und des Natura Trails von Aumenau nach Villmar..

Anreise mit dem ÖPNV

Das Lahn-Marmor-Museum ist ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Villmar gehört zum Tarifbereich des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Der Bahnhof Villmar liegt fast direkt am Eingang des Museums.
Die Lahntalbahn schmiegt sich großteils dem mäandernden Verlauf des Lahntals an, nur wenige Meter über dem Wasserspiegel des Flusses, und ist deshalb von zahlreichen Brücken und Tunneln geprägt. Sie ist landschaftlich sehr reizvoll. Weitere Informationen zu Bus- und Bahnverbindungen auf  fahrplan-bus-bahn.de.

Anreise mit dem Pkw

Die Anreise mit dem Pkw kann über die BAB A3 (Frankfurt - Köln), Abfahrt Limburg Süd, erfolgen. Ebenso ist eine Anreise über die B 49 (Limburg - Wetzlar), Abfahrt Runkel, möglich. Der Reiz einer Anfahrt über die Kleinstadt Runkel liegt darin, dass man einen Blick auf die mittelalterliche Burg Runkel werfen kann. Ein Besuch ist lohnenswert. Am Museum bestehen Parkmöglichkeiten.

Hinweis für Busfahrer

Wir empfehlen Ihnen die An- und Abreise mit einem Reisebus über Brechen nach Villmar zu planen, da es von Runkel her eine 45°-Abbiegung in die "Leonhardstraße" gibt, in die mit einem Reisebus nicht ohne Wendemanöver eingefahren werden kann.
In der weiteren Streckenführung "Am Lahnufer" über die Marmorbrücke folgt ein 90°-Straßenverlauf, der höchstens mit einem Reisebus bis 14m Länge und hinterer Lenkachse passiert werden kann. Vor dem Museum gibt es die Möglichkeit zu drehen und zu parken.

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