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Lahnmarmor Entstehung Unica Bruch Korallen LMM1
Bild Urgestein

Rund 50 Gäste kammen zum ersten Konzert im Lahnmarmor-Museum. Dazu ein Artikel von Jürgen Weil und ein weiterer Artikel aus dem Weilburger Tageblatt

Urgestein im Marmormuseum

Stephan Laux vom Helferkreis Villmar hat vergangenen Freitag auf exotischen Musikinstrumenten im passenden Ambiente des Villmarer Lahn-Marmor- Museums seine Zuhörer in eine andere Welt entführt, „in einen meditativen Zustand versetzt“, wie Museumsleiterin Nadja Bartsch es ausdrückte. Am Ende kamen aber auch sehr zur Freude des Kuratoriumsvorsitzenden Hermann Hepp und der ersten Vorsitzenden Angelika Guidry vom Helferkreis Villmar 210 Euro Spenden für die gebeutelte Familie Zirkel zusammen.

Stephan Laux erzeugt mit feinstem Fingerspitzengefühl auf Klangelementen, die häufig aus Alltagsmaterialien bestehen, Töne, mischt sie mit raffinierter Aufnahmetechnik am PC zu einem rhythmischen Ganzen und erzählt damit Geschichten, die in der Phantasie seiner Zuhörer die 380 Millionen Jahre Kalkstein-Entstehung und die schwere Arbeit der Steinmetze und Bildhauer lebendig werden lassen. So symbolisiert eine keltische Harfe aus Rosenholz und Mahagoni die Tier- und Pflanzenwelt im subtropischen Klima nahe des Äquators, wo der Villmarer Galgenberg einmal geboren wurde. Im Musikstück „Bongard“ mischt Laux die unterschiedlichen Klänge einer afrikanischen Trommel („sieht aus wie eine schwarze Vase aus Bongard“) zu einer Gesamtkomposition, untermalt mit Klavier und Flöte. Diese „Obertonflöte“ besteht aus Sanitärmaterial und stammt von einem sibirischen Musiker. Mit einem „elektronischen Blaswandler“ (EWI) – er hat die Form einer Klarinette – begleitet Laux schließlich Trommel- und Holzschalengeräusche im immer wiederkehrenden gleichförmigem Rhythmus, so dass man sich die harte Arbeit der Steinmetze am schweren Gerät und an den Riesenmarmorblöcken regelrecht vorstellen kann. Eines seiner „Lieblingsinstrumente“ ist eine „Handpan“, von einem sibirischen Trucker aus Bremstrommeln eines LKW zusammengebaut. Sie ähnelt zweier übereinander gestülpter Woks. Auf dieser Drum erzeugt Stephan Laux auf unterschiedlich tiefen Klangfeldern mit flinken Fingern Trommelwirbel, aber auch ruhige, leise Töne, mit denen er beispielsweise auch geheimnisvolle Höhlengeräusche imitiert oder zarte Schwingungen und Stimmungen erzeugt.

Die Zuhörer spürten die innere Ruhe ausstrahlende stille Freude des Musikers, die Lust am Ausprobieren, die Faszination, die von seinem Spiel mit den ungewöhnlichen Klangelementen ausgeht, die Begeisterung für eine Klangkunst, die tatsächlich den Zuhörer in einen meditativen Zustand versetzt. Zu Stephan Laux passten aber auch die humorigen Zwischenbemerkungen: „Ihr dürft in der technischen Umbaupause miteinander sprechen“ oder die Überraschung zum Ende: Mit Gesang begleitet er seine Neukomposition „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber…“ alle Instrumente kommen noch einmal zum Einsatz, um musikalisch Ehekrisen zu beschreiben und zu bewältigen. Und auch ohne den anhaltenden Applaus hätte es eine Zugabe gegeben: Sie ist eine einfühlsame Rückerinnerung an zwei Stunden anspruchsvolle Unterhaltung. Stephan Laux hat auf eine Gage verzichtet, die Einnahmen kommen Menschen in Not zugute. Nadja Bartsch hatte zum Dankeschön noch ein beziehungsreiches Geschenk: Einen Flaschenöffner aus Villmarer Marmor. Stephan Laux huscht ein Lächeln über das Gesicht.

Jürgen Weil, 2.9.2016

Öffnungszeiten

Das Lahn-Marmor-Museum ist zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet:

Dienstag - Freitag                jeweils  14 - 17 Uhr
Samstag - Sonntag              jeweils  10 - 17 Uhr
an gesetzlichen Feiertagen  jeweils  10 - 17 Uhr

von März bis Oktober

 

Eintrittspreise

4,50 € Erwachsene

3,50 € Schüler, Studenten, Behinderte ermäßigt

10,00 € Familie (max. 2 Erwachsene, bis zu 2 Kindern)

Kinder unter 7 Jahre Eintritt frei

 

Führungen

ganzjährig nach Vereinbarung (max. 25 Personen)

35,00 € Führung durch das Museum, zzgl. Eintrittspreis

35,00 € Führung durch das Nationale Geotop "Unica-Bruch", Eintritt frei

55,00 € Führung durch das Museum und den "Unica-Bruch", zzgl. Eintrittspreis

für Schulklassen kostenlos (nur Eintrittspreis)

 

Spezielle Angebote

für Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen auf Anfrage


Termine für Führungen vereinbaren Sie bitte telefonisch zu den Öffnungszeiten des Museums oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Barrierefreiheit

Das Museum ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eigenständig über den Haupteingang zu erreichen. Separat ausgewiesene Parkplätze stehen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Zugänglich für Rollstuhlfahrer sind auch das das obere Stockwerk des Museums durch einen entsrepchenden Lift. Der Unica-Bruch ist in einer natürlichen Umgebung belassen, aber die Wege in den Bruch sind für Rollstuhlfahrer nutzbar. Wir beraten Sie gerne vor Ihrem Besuch.

Fotografieren

Das Fotografieren im Lahn-Marmor-Museum ist für rein private Zwecke erlaubt . Bei Fotoaufnahmen für jede Form von Publikation in Printmedien, Webseiten, Blogs und Social Media Sites (Facebook, Twitter & Co) informieren Sie bitte das Lahn-Marmor-Museum , sprechen Sie mit unseren MitarbeiterInnen im Museum und klären Sie die geplante Nutzung vor den Aufnahmen. Eine kommerzielle Nutzung entsprechender Foto- und Filmaufnahmen ist ohne vorherige Vereinbarung nicht gestattet.

Lahn-Marmor Museum

Oberau 4

DE 65606 Villmar

 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

+49 6482 - 60 75 588 (nur während der Öffnungszeiten besetzt)

Anreise mit dem Fahrrad

Das Museum liegt am Lahnradweg R 7, der seinen Beginn an der Lahnquelle im Rothaargebirge hat und in Lahnstein am Rhein endet. Im Bereich von Wetzlar nach Balduinstein ist der Radweg gleichzeitig als Marmorroute ausgewiesen. Siehe hierzu den entsprechenden Menüpunkt.

Wanderer

Auch für Wanderer ist das Museum gut zu erreichen, denn es liegt direkt am rechten Lahnufer unweit des Lahnhöhenweges (Westerwaldseite) und des Natura Trails von Aumenau nach Villmar..

Anreise mit dem ÖPNV

Das Lahn-Marmor-Museum ist ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Villmar gehört zum Tarifbereich des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Der Bahnhof Villmar liegt fast direkt am Eingang des Museums.
Die Lahntalbahn schmiegt sich großteils dem mäandernden Verlauf des Lahntals an, nur wenige Meter über dem Wasserspiegel des Flusses, und ist deshalb von zahlreichen Brücken und Tunneln geprägt. Sie ist landschaftlich sehr reizvoll. Weitere Informationen zu Bus- und Bahnverbindungen auf  fahrplan-bus-bahn.de.

Anreise mit dem Pkw

Die Anreise mit dem Pkw kann über die BAB A3 (Frankfurt - Köln), Abfahrt Limburg Süd, erfolgen. Ebenso ist eine Anreise über die B 49 (Limburg - Wetzlar), Abfahrt Runkel, möglich. Der Reiz einer Anfahrt über die Kleinstadt Runkel liegt darin, dass man einen Blick auf die mittelalterliche Burg Runkel werfen kann. Ein Besuch ist lohnenswert. Am Museum bestehen Parkmöglichkeiten.

Hinweis für Busfahrer

Wir empfehlen Ihnen die An- und Abreise mit einem Reisebus über Brechen nach Villmar zu planen, da es von Runkel her eine 45°-Abbiegung in die "Leonhardstraße" gibt, in die mit einem Reisebus nicht ohne Wendemanöver eingefahren werden kann.
In der weiteren Streckenführung "Am Lahnufer" über die Marmorbrücke folgt ein 90°-Straßenverlauf, der höchstens mit einem Reisebus bis 14m Länge und hinterer Lenkachse passiert werden kann. Vor dem Museum gibt es die Möglichkeit zu drehen und zu parken.

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