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Der Schieferabbau im Villmarer Ortsteil Langhecke hat eine große Tradition. Ende des 16. Jahrhunderts wurde er erstmals erwähnt. Doch erst nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde er bedeutend und entwickelte sich über eine lange Zeit zu einem florierenden Geschäftszweig. Nach dem II. Weltkrieg begann die letzte Abbauphase, die 1949 in einen Raubbau überging. Die unterirdische Stollenstruktur wurde dadurch zerstört und 1954 wurde der letzte Schiefer in Langhecke abgebaut. 

Schiefer, das Gestein des Jahres 2019, entstand überwiegend im Devon bis ins Unterkarbon hinein, also vor ca. 350 bis 400 Millionen Jahren, aus den Ablagerungen von Tonschlamm. Durch Druck verfestigte sich dieser zunächst zu Tongestein und wurde dann bei der späteren Gebirgsbildung durch seitlichen Druck aufgefaltet. Seine herausragendste Eigenschaft ist die sehr gute Spaltbarkeit entlang engständiger paralleler Flächen, den sog. Schieferungsflächen. Das Gestein des Jahres wird jeweils von einem Expertengremium unter Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt.

Das Lahn-Marmor-Museum lädt zu einem Vortrag zum Thema „Schiefer - das Gestein des Jahres 2019“ mit einer Bildausstellung zum Dachschieferbergbau in Langhecke ein. Anschließend findet eine Exkursion zu den Spuren des Schieferabbaus statt.

Samstag, 21. September
Beginn 14:30 Uhr, Pfarrzentrum in Villmar-Langhecke