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Lahn Marmor Museum
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Das Lahn Marmor-Museum

Lahnmarmor im Barock - Exkursion nach Würzburg

Im Rahmen der Sonderausstellung „Lahnmarmor im Barock“ bietet das Lahn-Marmor-Museum eine Exkursion in die Residenzstadt Würzburg an.

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Exkursion „Lahnmarmor im Barock“ – Stadtkirche und Domberg in Limburg

Wir laden wir Sie ein, unter fachkundiger Führung barocke Lahnmarmorverwendungen in der näheren Umgebung zu entdecken. 

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Exkursion „Lahnmarmor im Barock“ – Lubentiusbasilika in Dietkirchen

Wir laden Sie ein, unter fachkundiger Führung barocke Lahnmarmorverwendungen in der näheren Umgebung zu entdecken.

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Bremskolbenwerkstätte 1931©WERKStadt

Das Bahn-Ausbesserungswerk in Limburg - Tage der Industriekultur 2025

Vortrag und Führung: Das Bahn-Ausbesserungswerk in Limburg – Historie 1862 bis 2004, Entwicklung, Technik, Menschen und Berufe (Tage der Industriekultur 2025)

Das heutige Einkaufs-Center WERKStadt in Limburg war ursprünglich ein Bahn-Ausbesserungswerk, das als hochrangiges Industriedenkmal und Zeitzeuge der Geschichte des Eisenbahnbaues gilt.

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Museum

Der Ort Villmar an der Lahn und seine Umgebung sind das Zentrum des Lahnmarmors, eines wegen seiner reichen Farbigkeit hochgeschätzten polierfähigen Kalksteins. Der Bereich des Unica-Bruches ist ein Geopunkt im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus. Das Museum ist eines von 10 Informationszentren des Geoparks. 

Entstanden ist der Lahnmarmor vor rund 380 Millionen Jahren. Weite Teile Deutschlands waren zu dieser Zeit von einem Meer bedeckt. Durch Vulkantätigkeit im devonischen Meer wurden Schalsteinsattel ausgebildet, die bis knapp unter die Wasseroberfläche reichten. Darauf entstanden Riffe, die sich hauptsächlich durch Stromatoporen aufbauten, eine zwischen Schwämmen und Korallen angesiedelte, mittlerweile ausgestorbene Art von Meereslebewesen. Aber auch Korallen, Muscheln und Schnecken beteiligten sich am Aufbau der Riffe. Diese Tiere benötigten eine durchschnittliche Wassertemperatur von 24° C. Da der heutige Kontinent Europa zu dieser Zeit durch die Verschiebung der Kontinentalplatten auf Äquatorhöhe lag, waren diese Voraussetzungen gegeben. Im Laufe der Erdgeschichte wurden die entstandenen Riffe durch Druck bei der Gebirgsbildung mit Überdeckungen von bis zu 1000 Metern verfestigt.

Der Lahnmarmor fand vielfache Verwendung an "prominenter" Stelle, so z.B. in den berühmten Epitaphien des Mainzer Doms und auch in den Domen von Berlin, Köln, Würzburg und Trier, beim einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen in der Abtei St.Matthias in Trier, zu der Villmar gehörte. Lahnmarmor wurde verwendet im barocken Marmorbad des Weilburger Schlosses, an den Altären der Mannheimer Jesuitenkirche, in der Klosterkirche Amorbach, in den Schlössern von Biebrich, Brühl, Benrath, Schwetzingen und Würzburg, im Wiesbadener Kurhaus, in der Eremitage in St.Petersburg, im Bahnhof Haydarpasha in Istanbul (Endstation der berühmten Bagdadbahn), in der Eingangshalle des Empire-State-Building in New York und im Palast des Maharadjas von Tagore in Indien.

Sie sind herzlich eingeladen das Museum, den Naturstein und seine Geschichte kennen zu lernen.

Schauen Sie doch einfach einmal in unseren Rundgang durch das Lahn-Marmor-Museum

Das Lahn-Marmor-Museum besteht aus vier Bestandteilen:

  • Museumsgebäude mit Dauerausstellung und wechselnden Sonderausstellungen
  • Nationales Geotop "Unica-Bruch" - der Weg vom Museum dorthin führt über einen 380 Meter langen erdgeschichtlichen Weg
  • Lahn-Marmor-Weg (Marmorweg) - ein Weg in 2 Runden durch den Ort und die Gemarkungen von Villmar
  • Lahn-Marmor-Route (Marmorroute) - ein Fahrradweg entlang der Lahn durch das ehemalige Abbaugebiet des Lahnmarmors von Wetzlar nach Baldiunstein

 

Die Dauerausstellung im Museumsgebäude gliedert sich in drei Bereiche:

Geowissenschaften/Geologie

Anhand von Gesteinsproben, gesägten Platten, Fossilien und geologischen Filmen ist ein Vergleich des „Gestern“ mit dem „Heute“ möglich und verdeutlicht die faszinierenden, geowissenschaftlichen Facetten des Lahnmarmors. Die Erdgeschichte vor 380 Mio. Jahren "Als Hessen am Äquator lag" wird dargestellt

Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Hier kommen Technikfans auf ihre Kosten kommen, denn für den Abbau, die Verarbeitung und den Transport kommen zahlreiche Aspekte der Bewältigung schwerster körperlicher Arbeiten zur Sprache. Welche Gewinnungs- und Verarbeitungstechnologien waren in welcher Zeit üblich bzw. notwendig, welche Transportmittel standen zur Verfügung? Eine Besonderheit ist das Modell eines Steinbruches, das von einem Vereinsmitglied hergestellt wurde und anschaulich alle Geräte und Arbeitsschritte in übersichtlicher Tischgröße zusammenfasst. Die drei Aspekte Abbau, Verarbeitung und Transport werden eindrucksvoll mit Werkzeugen, historischen Fotos und Quellen erläutert werden, so dass die harte Arbeit der Steinbrecher, der Marmorierer und Steinmetze anschaulich vermittelt wird. In einer speziellen Dauerausstellung wird auch über den heutigen Kalksteinabbau in der Lahnregion informiert. Dieser Abbau erfolgt schon seit über 150 Jahren durch die „Schaefer Kalk GmbH & Co. KG“ in Hahnstätten. Anhand von anschaulichen Beispielen wird ebenso die heutige Nutzung erklärt.

Kunstgeschichte und Architektur

Ein Werkstein wird erst zu einem solchen, indem er in Gebäuden und Objekten Verwendung findet. Somit ist der architektonisch-kunstgeschichtliche Teil der Ausstellung ein zentraler Punkt. Hier wird anhand von Bilddokumenten und Texten die weltweite Verbreitung des Lahnmarmors demonstriert. Kleinere kunsthandwerkliche Objekte (Vasen, Schalen, Schreibtischgarnituren) zeigen dem Besucher die gesamte Bandbreite der Verwendung. 

Informationen zu den weiteren Bestandteilen des Museums Unica-Bruch, Marmorweg und Marmorroute erhalten Sie bei den jeweiligen Menüpunkten. 

Wenn Sie schon einmal einen kleinen Einblick in die Geschichte des Lahnmarmors und in unser Museum nehmen wollen, klicken Sie einfach hier:

Wir freuen uns auf Ihren persönlichen Besuch in ↗ Villmar, an der Lahn und im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus.

Service und Info für Ihren Besuch

Geschichte

Rede von Rudolf Conrads, Vorsitzender der Stiftungsbeirates der Stiftung Lahn-Marmor-Museum, am 28. März 2026 zur Feier des 10 jährigen Bestehens des Lahn-Marmor-Museums in der Oberau 4

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde, Mitglieder, Beiratsmitglieder, Stifter, Kuratoriumsmitglieder und Förderer des Lahn-Marmor-Museumsliebe Mitstreiter in Sachen Lahnmarmor,

wenn ich nun über den Lahnmarmor und sein Museum zu Ihnen bzw. zu euch spreche, dann könnte ich beginnen mit dem Mitteldevon, in dem unser Marmor vor 380 Mio. Jahren entstanden ist. Ich könnte auch über die 400 Jahre Abbau des schönen Werksteins sprechen oder über die gut 30 Jahre von der Museumsidee bis zum heutigen Tag oder auch über die 10 Jahre unseres Lahn-Marmor-Museums in der Villmarer Oberau.

Dr. Bernold Feuerstein, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und ich als Vorsitzender der Stiftungsbeirates haben uns dafür entschieden, die 30 Jahre Museumsgeschichte aufzuteilen. Ich werde über die ersten 20 Jahre des Museums sprechen und er über die vergangenen 10 Jahre am heutigen Museumsstandort in der Oberau.

Gleich zu Beginn möchte ich feststellen, dass dies alles nur mit einer hohen Motivation, einem hohen Engagement und einem langen Atem möglich war. Dass wir heute mit Stolz auf eine Dekade eines richtigen Lahn-Marmor-Museums zurückblicken können, ist das Ergebnis besten bürgerlichen Engagements, das durch viele Personen, Organisationen und Institutionen unterstützt und gefördert worden ist.

Wenn ich im Folgenden Namen nenne und ein Dankeschön an einzelne Personen richte, so bitte ich diejenigen um Nachsicht, deren Name nicht erwähnt wird. Mein Dank gilt allen, die für unsere Sache in den letzten 30 Jahren gearbeitet haben.

Von Hermann Hesse stammt der Satz „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“. Und, wir haben das scheinbar Unmögliche versucht.

Lassen Sie mich nun in großen Schritten durch die Geschichte des Vereins und des Museums eilen:

Für mich persönlich beginnt alles im Jahr 1994: Infolge eines Besuchs als neues Vorstandsmitglied der KSK Weilburg beim Natursteinbetrieb Engelbert Müller in Villmar entwickelten die Weilburger Rotarier Klaus Gelbhaar – ehemaliger Leiter der VHS Oberlahn, Thomas Meuser – damals Geschäftsführender Gesellschafter von Engelbert Müller - und ich die Idee eines Museums für „Nassauische Steinkunst“. Wir drei konzipierten zunächst gut besuchte Wanderausstellungen, die in den Filialen der KSK Weilburg und in der Hessenklinik in Weilburg gezeigt wurden.

Hobbygeologe Axel Becker aus Schupbach stieß auf Hinweis von Lydia Aumüller zu unserer Gruppe hinzu.

Er berichtete uns von dem australischen Geologen Phil Playford, der zusammen mit Dr. Bender, weiteren Geologen und Studenten der Uni Marburg 1989 hier vor Ort war und die Einmaligkeit des Unicabruchs erkannt hatte: Ein mitteldevonisches Stromatoporenriff in Lebendstellung in ausgesprochen guter Qualität, das weltweit nur noch mit einem geologischen Aufschluss in Kanada und einem weiteren in Australien zu vergleichen sei.

Die Idee, ein Museum für Nassauische Steinkunst zu gründen, ergänzten wir folgerichtig um die Idee, gleichzeitig ein Museum für den Lahnmarmor ins Leben zu rufen. Hierzu wurden sehr positive Gespräche mit Bürgermeister Hermann Hepp und Ursula Alban, damals Vorsitzende des Kulturausschusses, geführt.

Am 11. September 1997 erfolgte die Gründung des Vereins Lahn-Marmor-Museum mit dem Ziel, Kunst, Bildhauerei, Geologie sowie die Marmortradition der Region unter einem Dach zusammenzuführen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Axel Becker und zum zweiten Vorsitzenden Thomas Meuser gewählt. Den Vorsitz des Kuratoriums übernahm der damalige Bürgermeister Hermann Hepp. Zu den 56 Gründern gehörte auch Metfried Prinz zu Wied, der dem jungen Verein einen Ausstellungsraum auf Burg Runkel anbot. Damit hatten wir schon am Gründungstag die Zusage für ein erstes kleines Museum.

Aus zeitlichen Gründen werde ich nicht eingehen auf die vielen Exkursionen, Vortragsveranstaltungen, Workshops zur Marmorbearbeitung, Filmbeiträge im Fernsehen, Veröffentlichungen, Fachvorträgen, wissenschaftliche Arbeiten, prominente und weniger prominente Besucher, Freundschaften zu Institutionen, anderen Vereinen und Museen. Das würde den zeitlichen Rahmen sprengen.

1998 wurde der Unica-Steinbruch zum Naturdenkmal erklärt und auf der Burg Runkel unsere erste Dauerausstellung eröffnet, die bis zum heutigen Tag existiert. Unser Dank gilt der Familie zu Wied für diese dauerhafte Unterstützung.

1999 eröffneten wir den Villmarer Lahn-Marmor-Weg. Von all den Personen, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben, möchte ich den damaligen Vorsitzenden des Villmarer Verschönerungsvereins, Reinhard Kasteleiner, dankend erwähnen.

2001 erfolgte eine grundlegende Reinigung und damit verbunden auch eine Erschließung des Unica-Steinbruchs durch die Gemeinde Villmar mit Unterstützung des Landkreises. Vereinsmitglieder schliffen die untere Wand des Naturdenkmals. Der Bruch wurde überdacht und mit einem Zuweg versehen. Manch einer hat die Gemeinde und uns damals für verrückt erklärt, einen Steinbruch zu überdachen. Es war aber notwendig, um Witterungseinflüsse von der geschliffenen Fläche fernzuhalten und damit den dauerhaften Einblick in das Stromatoprenriff zu ermöglichen. An dieser Stelle möchte ich stellvertretend für viele Mitstreiter Gerhard Höhler dankend erwähnen.

2001 erhielt der Verein – 4 Jahre nach seiner Gründung - den Hessischen Denkmalschutzpreis. Unsere Bemühungen erfuhren damit eine erste öffentliche Belobigung.

2002 präsentierten auf einer 1000 Quadratmeter großen Ausstellung im Frankfurter Flughafen den Marmor von der Lahn.

2003 entwarfen Architekturstudenten der Fachhochschule Mainz Museumsmodelle für einen Museumsstandort am Bahnhof.

2004 unterbreitete uns die Gemeinde Villmar ein Angebot, im alten Bauamt ein Museum einzurichten.

2005 erfolgte die Eröffnung des Museums am Brunnenplatz, das von uns bis zum Umzug in das heutige Museum betrieben wurde. Dank der Exponatespenden konnten wir das Museum gut bestücken. Stellvertretend seien die Spender Wolfgang Höhler und Thomas Meuser genannt.

2005 wurde der Unica-Steinbruch nicht zuletzt dank der Bemühungen von Prof. Thomas Kinbauer zum Nationalen Geotop erklärt. Seit dem zählt der Unica-Bruch zu den bedeutendsten geologischen Aufschlüssen in Deutschland.

2005 stellten wir im damaligen Essener Ruhrlandmuseum, dem heutigen Ruhrmuseum, den Marmor von der Lahn aus. Nicht zuletzt dank vieler Unterstützer war diese Ausstellung ein großer Erfolg. Unser Dank gilt hier unserem Kuratoriumsmitglied Ulrike Stottrop aus Essen für die Einladung zur Ausstellung in Ihr Museum und vielen Sponsoren aus Essen. So baute die Schreinerei Quadrino unsere Vitrinen, die bis heute Kern unserer Dauerausstellung sind.

2006 kam es zu einem Wechsel im Vereinsvorsitz. Volker Klemens, ein Rotarier aus Weilburg, wurde neuer Vorsitzender. Gerne nutze ich die Gelegenheit ihm besonders zu danken, denn unter seinem Vorsitz wurde der Museumsneubau errichtet.

Auch Wolfgang Behr ist zu danken, der seit Anbeginn als Schatzmeister Mitglied des geschäftsführenden Vereinsvorstandes ist. Mein Dank gilt auch Ingrid Pohl, die über Jahre unser kurzer Draht ins Rathaus war.

2008: 10 Jahre nach dem ersten Besuch in unserem damaligen Ideal-Museum, dem Baumberger Sandsteinmuseum in Havixbeck bei Münster, zeigten wir dort die Ausstellung „Marmor von der Lahn“.

2009 legte die Politik ein Konzept für den „GeoPark Westerwald-Lahn-Taunus“ vor. Als Motto des GeoParks wurde der Slogan ausgewählt: „Wo Marmor, Stein und Eisen spricht und der Ton die Musik macht“. Mit diesem Motto des GeoParks können wir bis heute gut leben. Dieses Entwicklungskonzept gab dem Vereinsvorstand den Anstoß, ein Museumskonzept zu erarbeiten. Dieses Konzept hatte offensichtlich so überzeugt, dass die Gemeindevertretung für einen Museumsneubau 200.000 Euro aus einem Schulverkauf zur Verfügung stellte.

2010 wurde auf Wunsch des Landes Hessen ein Architektenwettbewerb für ein „Geoinformationszentrum“ in Villmar durchgeführt. Infolge des Wettbewerbs erteilte das Land Hessen eine Förderzusage aus dem EU Programm EFRE in Höhe von 470.000 Euro für einen Museumsneubau.

2012 wurde Arnold Richard Lenz zum Bürgermeister gewählt. Er unterstützte das Projekt Lahn-Marmor-Museum von Anfang an, so dass die Planungen für ein Museum mit dem Limburger Architekten André Kramm fortgeführt werden konnten.

Diese mündeten 2012 in folgenden Beschluss der Gemeindevertretung: "Die Gemeindevertretung beschließt, sich beim Bau eines Lahn-Marmor-Museums mit 200.000,00 Euro zu beteiligen und die Kosten der Bauleitplanung zu übernehmen."

2013 wurden die Gewerke für ein Museum mit einer Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern in der Oberau ausgeschrieben.

Im Januar 2014 erfolgte dann unter großer Beteiligung der Villmarer Bevölkerung die Grundsteinlegung. Dank großzügiger Geld- und Sachspenden einiger Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft konnte der Bau mit Unterstützung der Gemeinde Villmar und des Landes Hessen in der Folgezeit errichtet und finanziert werden. Hier sind stellvertretend für viele besonders dankend zu erwähnen die heutigen Altbürgermeister Hermann Hepp und Arnold Richard Lenz sowie die Unternehmen Albert Weil aus Limburg, Schaefer Kalk aus Diez, die KSK Weilburg, die Volksbank Mittelhessen und die Bauunternehmung Feickert aus Gaudernbach.

Zum Museumskonzept gehörte auch die Idee, dass Träger des Museums eine Stiftung sein sollte. So wurde 2015 die „Stiftung Lahn-Marmor-Museum“ gegründet. Das oberste Stiftungsgremium, der Stiftungsbeirat, den ich seit nunmehr 11 Jahren leite, ist paritätisch mit fünf Gemeindevertretern und fünf Vertretern des Museumsvereins besetzt. In den ersten Stiftungsvorstand wurden Hermann Hepp als Vorstandsvorsitzender sowie Dr. Bernold Feuerstein und Sybille Kahnt als weitere Vorstandsmitglieder gewählt.

Zum Jahresende 2015 wurde das Museumsgebäude vom Bauherrn Gemeinde Villmar auf die Stiftung Lahn-Marmor-Museum übertragen. Der damals festgestellte Wert des Museums lag bei knapp 1,1 Mio. Euro. Hiervon wurden eingebracht  31 % von der Gemeinde Villmar in Form von  Zuschüssen und der Übertragung des Museumsgrundstücks38 % vom Land Hessen in Form von EFRE-Mitteln der Europäischen Union8 % von Sponsoren mit Spenden und Sachleistungen und schließlich23 % durch den Museumsverein über Direktinvestitionen, Eigenleistungen und eingebrachte MuseumsinfrastrukturWas die Eigenleistungen anbelangt, so möchte ich stellvertretend für die vielen Mitwirkenden Gerold Alban und Uli Belz nennen. Es war großartig, was ihr hier geleistet habt. Insgesamt wurden fast 3.800 Stunden für die Eigenleistungen erbracht.

Sie werden sich vielleicht fragen, warum wir eine Stiftung als Träger des Museums gegründet haben. In der Stiftung sind der Museumsverein und die Gemeinde Villmar paritätisch vertreten. Unsere Stiftung ist gemeinnützig. Spenden und Zustiftungen sind möglich und erwünscht, natürlich auch jetzt und heute. Letztlich gehört eine Stiftung sich selbst und ist auf Dauer angelegt – also quasi auf ewig.

Am 20. März 2016 konnten wir mit einem großen Fest und vielen, vielen Gästen das heutige Museum eröffnen. Manch einer von Ihnen wird sich noch daran erinnern. Der Andrang war so groß, dass der Verkehr in Richtung Museum zusammengebrochen war.

Ich möchte diesen Teil der Museumsgeschichte beschließen mit einem Zitat des britischen Politikers Benjamin Disraeli: „Das Geheimnis des Erfolgs, ist die Beständigkeit des Wollens.“ Und dieses Wollen ist bei uns im Museum nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Nun übergebe ich gerne das Wort an den heutigen Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes Dr. Bernold Feuerstein.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Rückblick (entfällt)

Aufgaben des Museums

Die klassischen Aufgaben eines Museums sind Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln. Moderne Museen schaffen zudem einen Raum für die fachliche Kommunikation. Sie sind darüber hinaus zunehmend auch Erlebnisraum und dienen der aktiven Freizeitgestaltung interessierter Besucher.

Das Sammeln der Objekte wurde und wird vom Verein Lahn-Marmor-Museum und seit 2015 auch von der Stiftung übernommen. Die Mehrheit der in der Lahnmarmor-Region noch vorhandenen kleineren dinglichen Zeugnisse aus der Abbauzeit, wie Werkzeuge, historische Fotos, Musterplatten etc., dürfte inzwischen dem Verein oder einzelnen seiner Mitglieder gehören oder ist zumindest vom Verein gesichert (z. B. durch Scans von historischen Fotos), so dass in diesem Bereich bereits sehr viel geleistet worden ist. Sieht man von kleineren Musterplatten-Kollektionen („Baustein-Sammlungen“) in verschiedenen Museen im In- und Ausland ab, gibt es weltweit kein anderes Museum, das nennenswerte Bestände dieser Sachzeugen aufweist. Die vom Museumsverein aufgebaute Sammlung besitzt deshalb ein Alleinstellungsmerkmal.

Für das Bewahren der Objekte sind glücklicherweise keine besonderen konservatorischen oder restauratorischen Maßnahmen erforderlich, da die Mehrheit der Objekte aus robusten Materialien besteht.

Das Erforschen der vielen Facetten des Themas Lahnmarmor wird vom Museumsverein und der Stiftung bislang durch die inhaltliche, logistische und finanzielle Unterstützung von einigen Doktorarbeiten mit kunsthistorischer, paläontologischer bzw. geologischer Thematik befördert. Darüber hinaus veröffentlichen Mitglieder des Museumsvereins regelmäßig die neuesten Forschungsergebnisse in Sachen Lahnmarmor.

Das Vermitteln geschieht einerseits durch das Präsentieren von Objekten, Führungen und Vorträge, andererseits durch Publikationen. Regelmäßige Ausstellungen und Fachkonferenzen runden das Spektrum ab

Virtuelle Museumstour

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Der Rundgang wird in einem separaten Fenster geöffnet. Er nutzt externe Dienste unter anderem Google Map.

 

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