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Der 2. Teil des Villmarer Lahn-Marmor-Weges beginnt an der König-Konrad-Halle (siehe Station 1).

In der Höhe des Hauses König-Konrad-Straße 34 auf der Straße von Villmar nach Runkel führt am Rande des alten Kisselbruchs ein schmaler Pfad bergauf. Nach kurzem Anstieg erreicht man das Friedenskreuz, das erstmals im Jahr 1946 von Kriegsheimkehrern aus Holz errichtet wurde.

Das Kreuz ist zum einen ein Symbol des Dankes für die Heimkehr aus Krieg und Gefangenschaft, zum anderen aber auch ein Mahnmal sowohl für Schrecken, Leid und Tod, die ein Krieg mit sich bringt als auch dafür, welch ein hohes Gut der Frieden für die Menschen ist. Im Jahr 1991 wurde das Holzkreuz durch den Villmarer Jahrgang 1930/31, dem auch Reinhard Kasteleiner (langjähriger Vorsitzender des Villmarer Verschönerungsvereins und Beisitzer im Vorstand des Lahn-Marmor-Museum e.V.) angehörte, wieder errichtet. Nach einem Entwurf des Villmarer Steinmetzes Walter Schmitt entstand in der Werkstatt Engelbert Müller ein künstlerisch interessantes und sehenswertes Kreuz aus Lahnmarmor, dessen Stamm aus der Varietät Bongard gearbeitet ist. Die Intarsienarbeiten im Bereich des Korpus sind aus verschiedenen Marmorsorten.

An der Erstellung haben u.a. die Steinmetze Willi Scheu und Alfons Stein mitgewirkt. Das Material für den Stamm und den Querbalken des Kreuzes entstammt den Blöcken, die für die Restaurierung der Säulen des Hochaltars der Mannheimer Jesuitenkirchen verwandt worden sind.