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Der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus wird im Bereich der Lahn vom Radwanderweg an der Lahn durchquert. Dieser Radweg (R7) ist im Bereich des Geoparks Westerwald Lahn-Taunus als Marmorroute ausgeschildert.

Die Bezeichnung "Marmorroute" bezieht sich auf die Abbauregion des Lahnmarmors, in der über 400 Jahre in über 100 Brüchen entlang der Lahn von Wetzlar bis Hahnstätten der mitteldevonische Massenkalk abgebaut wurde. Die letzte nennenswerte Bergung von Lahnmarmor erfolgte 1989 im Villmarer Bongardbruch, um Marmor für den kriegszerstörten Hochaltar der Mannheimer Jesuitenkirche zu gewinnen. Heute wird der mitteldevonische Massenkalk von der Lahn nur noch zur Kalkgewinnung abgebaut. Die historischen Marmorbrüche sind teilweise verfüllt worden oder liegen in Naturschutzgebieten und sind dort nur schwer zugänglich. Ein einziger Marmorbruch ist noch gut zugänglich und als Naturschutzgebiet mit dem Prädikat "Nationales Geotop" ausgezeichnet worden. Es ist der Unica-Bruch in Villmar, 380 Meter vom Villmarer Lahn-Marmor-Museum entfernt. Aktive und aufgelassene Kalkbrüche befinden sich im Raum Runkel, Limburg und Hahnstätten.

Entlang des Weges von Wetzlar nach Balduinstein finden sich außer den ehemaligen Marmorbrüchen auch Kirchen, Schlösser, Burgen, weitere Profanbauten und technische Bauten wie Schleusen und Brücken. Bei vielen dieser Bauwerke wurde der Lahnmarmor als reiner Werkstein aber auch als schmückender Stein verwendet. Ein Besuch dieser Orte lohnt sich.

Weitere Georouten finden sie unter ↗ Geopark Westerwald-Lahn-Taunus.